3. Preis
Wettbewerb
Superior Resort

Schladming

 
 

ENTWURFSGEDANKEN:

Die Entwurfskriterien beziehen sich sehr stark auf das städtebauliche Umfeld des Grundstückes sowie des WM Ortes Schladming. Die Assoziation mit der Dynamik des Carving Schwunges spiegelt sich im Entwurf des Hotels im Skiparadies vor der prächtigen Kulisse der Planai wieder. Durch den Bezug zum Mediacenter und zu den bestehenden umliegenden Baukörpern wird ein neuer und großzügiger Raum definiert. Die Form reagiert auf die städtebauliche Entwicklung von Schladming und kooperiert mit dem Verlauf der Enns. 

Im Hinblick auf eine ressourcenschonende Bebauung des zentralen Grundstückes und der südlichen Ausrichtung ins Zentrum und zum Skistadion wurde der Baukörper im Norden platziert. 

Aus Respekt zur nördlichen Wohnbebauung wurde Distanz bewahrt. Diese Pufferzone wird für die Parkierung genutzt. Dadurch entsteht im Süden des Hotels ein weitläufiger, ruhiger Grünraum mit einladender Parkanlage. Die Zufahrt erfolgt über die bestehende Straße im Westen des Grundstückes. Die Situierung der Hotelauffahrt ermöglicht eine optimale Verkehrslösung. 
Der besondere Charakter der Hotellobby wird durch spezielle Blickbeziehungen erzielt. Ein Lichthof führt das Tageslicht vom Dach bis in die Lobby. Sichtbeziehungen zum Wellnessgeschoss und den Zimmergeschoss sind dadurch gegeben. 
Der direkt angeschlossene Barbereich erstreckt sich von der Rezeption mit der Dynamik der Obergeschosse in Richtung Restaurantbereich mit stetiger Ausrichtung zur Parkanlage im Süden und weiter zum Zentrum des Ortes. 
Die Kaminwand grenzt den stärker frequentierten Bereich zur Chillout-Area mit Bibliothek ab. 
Der Meeting- Eventbereich wurde im nördlichen Teil des Erdgeschosses situiert. Den jeweiligen Tagungsräumen und dem Conventionbereich werden flexible Bereiche vorgeschaltet, welche sich ideal für störungsfreie Empfangs- und Pausenzonen nutzen lassen. Das Herz des Hauses bietet der Wellness- und SPA - Bereich im Obergeschoss. Das uneinsehbare Wellnessgeschoss mit beeindruckender Aussicht garantiert Erholung auf höchstem Niveau. Die Morgenterrasse Richtung Osten sowie die großzügige Tagesterrasse Richtung Südosten erweitern das Erholungsgeschoss in einem geschützten Außenbereich. 
Die zentrale SPA-Rezeption mit Fitnessbar bietet den Hotelgästen sowie externen Besuchern Informationen über spezielle Angebote der SPA-Area im Treatmentbereich, den Fitnessräumlichkeiten sowie in der beeindruckenden Saunalandschaft. 
Die verschiedenen Saunatypen (Planaipanoramasauna, Finnische Außensauna mit Dachsteinterrasse, Amoramadampfbad, Infrarotkabine, …) sowie die weitläufigen Ruheräume bieten den Gästen Entspannung und Erholung besonderen Art.

Durch die spezielle Formgebung des Baukörpers zieht sich die Dynamik ins Gebäudeinnere und verleiht der Erschließungszone einzigartigen Charakter. Der Lichthof trennt die Gänge im Geschoss und ermöglicht Blickbeziehungen in der Vertikale.
Die Einrichtung der Zimmer ist schlicht und elegant. Besonderes Augenmerk wurde auf den Bezug zum Außenraum gelegt. Durch die transparente Ausführung der Sanitärbereiche und die großflächige Verglasung ist der Bezug zur großartigen Landschaft gegeben.



BAUKÜNSTLERISCHE LÖSUNG:
Ski, dynamisch, Carving – Schwung, Slalom,



FUNKTIONALE LÖSUNG:

Erdgeschoss:

  • großzügige Lobby mit Barbereich Richtung Süden, Parklandschaft , Mediacenter- und zentrumorientiert
  • Lichthof vom Dach bis in die Eingangslobby


Obergeschoss:

  • Wellnessbereich
  • durch die Situierung des Wellnessbereiches im Obergeschoss wird ein privater Bereich mit Ausblick geschaffen
  • großzügige Panoramaterrasse mit Außenbecken, Ruheraum 
  • Saunalandschaft mit Einbindung der Dachterrasse
  • Morgenterrasse Richtung Osten
  • Tagesterrasse Richtung Süd- Westen
  • Einschnitte im Baukörper gewährleisten geschützten Außenraum, im Bedarfsfall können diese Ausschnitte im SPA Bereich als Erweiterung genutzt werden;


Zimmergeschosse:

  • Entschärfung der Gangsituation durch Krümmung des Gebäudes und der Tageslichtführung durch den Lichthof
  • Erschließung



STÄDEBAULICHE REGIONALE/ LÖSUNG:

  • reagiert auf Mediacenter
  • bildet Platz mit Hotel Royer und Media-Center, schafft Raum 
  • wahrt Distanz zur bestehenden Wohnbebauung im Norden
  • nimmt Schwung der Enns auf
  • sparsamer Umgang mit Freiflächen  ressourcenschonend
  • Orientierung Richtung Planai - Ortszentrum Kirche - Dachstein - Ennstal
  • regionale Materialien: Holzschindeln, Stein, etc.



ÖKONOMISCHE UND ÖKOLOGISCHE LÖSUNG:

Materialien:

  • Sockelgeschoss: Stein (Schladminger Tor)
  • Obergeschoss: Holzschindeln


Nachhaltigkeit:

  • Städtebaulich: Hofbildung
  • Aussicht Besonnung 
  • Geschwungene Bauform – Carving – Sport 
  • Konstruktiver Sonnenschutz im Sommer durch Terrassen –passive Heizung durch tiefstehende Sonne
  • Kompakter Baukörper
  • Flächenoptimierung mit Focus auf optimierte Qualitätsvolle Zimmer / Wellness / Lobby / Restaurant
  • Tiefgarage mit optimierter Stellplatzanzahl – Ressourcensparende Versiegelung der wertvollen „Gardening Zone“ – kein nicht behebbarer Fehler durch zu kleine Tiefgarage.
  • Option der Erweiterung der TG
  • Materialwahl:
  • Massives Sockelgeschoss – Steinfassade – heimischer Baustoff /Berge / Dachstei n / Anknüpfung an das Stadttor / ……….
  • Leichtes Mittelgeschoss – Wellness - Gliederung des Baukörpers – Verträgliche Baumasse (auch durch konsequentes abrücken von der Nachbarschaft im Norden – Distanz pflegen)
  • Material Schindeln als tragendes Gestaltungselement - heimisch
  • Anschluss an das bestehende Fernwärmenetz
  • Nutzung der passiven Sonnenenergie durch optimale Ausrichtung und konstruktiven Sonnenschutz
  • Kaum Klimatisierung – Verwendung des Grundwassers
  • Natürliche Belüftung der Tiefgarage durch optimale Integration ins bestehende Gelände – keine Lüftungsanlage
  • Zimmer kompakt auf 3 Ebenen
  • Wellness kompakt auf einer Ebene - optimale Sichtbezüge zur Planai – optimale Strukturierung in Liegebereich / Ruhebereich / Nacktbereich