2 Preis | Wettbewerb

Haus, Schönaugasse7

Graz

 
 

Auszug aus dem Protokoll der Preisgerichtssitzung:

  • Fassaden: Qualität der Eigenständigkeit, starker Außenauftritt.
  • Veränderungen zum Bestand werden durch geänderte Materialität klar ersichtlich.
  • Offene Grundrisslösung unter Beibehaltung der bestehenden Tragstruktur.
  • Hofsituation gut strukturiert.
  • Externe Nutzung der Erdgeschoßzone möglich.


Entwurfsgedanken:

Ein behutsamer Umgang mit der bestehenden Bausubstanz steht im Vordergrund der Entwurfsidee. Die Rückführung der Fassade auf ein schlichtes weißes Erscheinungsbild in Kombination mit zeitgemäßen Materialien soll die Interaktion zwischen Tradition und Moderne unterstreichen.
Eine repräsentative Öffnung im Erdgeschoss wurde dezent eingefügt. Der neue Auftritt nach außen hin soll Offenheit gegenüber der Bevölkerung vermitteln. Durch ein großzügiges Öffnen der Fassade erweitert sich der Sitzungssaal hin zum Straßenraum. Über fünf Stufen gelangt man vom Außenraum in den Innenbereich. Die Fassade kann geöffnet werden und bei Veranstaltungen verschmelzen der Straßenraum mit dem Innenraum. Die Kammer wird somit zur Bühne und zum Teil der Stadt. Dieses „Schaufenster“ kann auch für Präsentationen von Modellen bzw. Entwürfen genutzt werden. Die Durchgängigkeit zum Innenhof ist optimal für Veranstaltungen nutzbar. Die Cortenskulptur im Innenhof, welche als rollstuhlgerechte Erschließung dient, kann auch als erweiterter Außenraum des Veranstaltungsbereiches der ZT-Kammer wahrgenommen werden.
Der Innenhof gliedert sich in zwei Ebenen, wobei die Ankunftsebenen einen öffentlichen Charakter vermittelt. Die tiefer liegende Veranstaltungsebene ist über eine Treppenanlage aus weiß eingefärbten Fertigbetonteilen erreichbar und schafft somit den Charakter eines Amphitheaters.
Im zweiten Obergeschoss werden die bestehenden Strukturen respektiert und akzentuiert.
Durch Schaffung eines zentralen Einganges gelangt man unmittelbar in die Erschließungszone. Durch die Erhaltung der historischen Durchgangstüren entsteht eine weitere bürointerne Erschließung . Eine Neuerrichtung einer adäquaten Sanitäranlage in allen Geschossen ist vorgesehen.
Das dritte Obergeschoss gliedert sich in drei Bereiche. Den öffentlichen Bereich einerseits mit der Erschließung und den Sanitäranlagen, andererseits mit Foyer bzw. dem Empfang welches als Kommunikationsebene fungiert. Den Konferenzbereich mit Sitzungssaal und Nebenbereichen wie Teeküche und Besprechungszimmer, diese bilden in sich eine autonome Einheit. Der dritte Bereich ist die Büro Zone welche über das Foyer erschlossen wird.