Anerkennung
Realisierungswettbewerb

Neubau Automahnmeisterei

Stockerau

 
 

Auszug aus dem Juryprotokoll:
Das Projekt besticht durch eine radikale Reduktion auf zwei Baukörper. Das Hauptgebäude hat eine klare, signalhafte Wirkung zum öffentlichen Raum. Das Gebäude ist gleichzeitig der Träger einer Botschaft. Durch die Situierung der Baukörper werden die Rangierflächen minimiert, wodurch die geforderten Funktionen nur eingeschränkt erfüllt scheinen.


STÄDTEBAULICHES KONZEPT
Die neue Autobahnmeisterei der ASFINAG liegt in unmittelbarer Nähe zur Ost-Ausfahrt der A22 und spielt durch ihre prominente Lage an der Ortseinfahrt Stockerau eine wesentliche Rolle. Das Erscheinungsbild am südlichen Ende des Grundstückes schafft eine Inszenierung von Baukörper und Salzsilo, die einen Torcharakter erzeugt und städtebaulich von hoher Bedeutung in diesem von Flachdächern geprägten Gewerbegebiet sind. Die benötigten Funktionen werden auf zwei Baukörper aufgeteilt, die leicht versetzt zu einander stehen und dadurch zwei klar voneinander getrennte Höfe entstehen lassen. Durch das gesamte Betriebsgelände läuft eine einzige geradläufige Verkehrsfläche mit mindestens 21 m Breite, welche gleichzeitig als Vorplatz zu den Garagen und als Verkehrsweg dient. Der vorgelagerte Raum wird als Parkplatz gestaltet, um den privaten PKW-Verkehr vom Betriebsgelände klar zu unterscheiden. Der Ausläufer des Hauptbaukörpers schafft gemeinsam mit den Salzsilos die Ausfahrt vom Betriebsgelände und erzeugt durch einen leichten Winkel zur Grundstücksgrenze einen spannenden Freibereich. Sämtliche Flugdächer wurden in die Baukörper integriert, um ein einheitliches Erscheinungsbild gewährleisten zu können.

FUNKTIONALES KONZEPT
Während der Entwicklung des Konzeptes für die Neugestaltung der Autobahnmeisterei Stockerau wurde viel Wert auf die innerbetrieblichen Funktionsabläufe gelegt. Wichtig dabei waren simple und klar strukturierte Verkehrsabläufe. Durch die Schaffung einer zusätzlichen Ausfahrt am südlichen Ausläufer des Grundstückes, kann während des Betriebes das auftanken von Treibstoff und Salz reibungslos und ohne Wenden durchgeführt und der Arbeitsablauf gestaffelt und beschleunigt werden. Die fußläufigen Distanzen zwischen den warmen Einstellhallen wurde so gering wie möglich gehalten und weitgehend innerhalb der Gebäude integriert um die Arbeiter so gut als Möglich vor Witterung zu schützen.

NACHHALTIGKEIT
Bei der Organisation von den Baukörpern wurde darauf geachtet, ähnliche Funktionen zusammenzulegen und in einen kompakten Baukörper zu vereinen, um Energiekosten während der Nutzungsphase in Kombination mit solarer Nutzung so gering als möglich halten zu können. Dafür wurden die Zufahrtstore der Einstellhallen nach Südwesten orientiert. Verkehrswege werden durch ihre Lage sehr gering gehalten und ermöglichen großzügige Grünbereich, die den Betriebsgebäuden vorgelagert sind. Dieser Grünstreifen dient gleichzeitig als Puffer zum Autobahnzubringer.