Wettbewerb
Vinzenzgasse


Graz

STÄDTEBAU – Die Ausrichtungen der neuen Baukörper reagieren städtebaulich auf das bestehende Ensemble. Inmitten von Kleingartenanlagen, dem öffentlichen Sportplatz und der östlichen Blockrandbebauung haben wir fünf Baukörper situiert, die sich harmonisch einfügen und integrieren. Diese 5 Wohnblöcke werden als wirtschaftliche Mehrspänner konzipiert und durch einen südlich gelegenen Kiga+Kikri- Gebäudeteil städtebaulich verankert. Durch die Orientierung der Längsachsen nach Nord beziehungsweise Süd ergibt sich ein beruhigter Quartiershof im Inneren. Die lockere Bebauung lässt den Grünraum zur Nachbarschaft hin durchfließen, und ermöglicht damit unterschiedliche Ein- bzw. Durchblicke. Der südlich gelegene lange Baukörper (Kiga+Kikri) positioniert sich sanft vor den aufragenden Wohnblöcken und ermöglicht somit eine gelungene Trennung zwischen Wohnen und Kindergarten. Durch die städtebauliche Anordnung der Baukörper, ergeben sich lärmberuhigte Zonen und Quartiersplätze, die die östliche und westliche Lärmbelästigung ausschalten. Da alle Wohnungen nach West oder Ost orientiert sind, bilden sich zahlreiche Kommunikationsflächen im Inneren des Areals. Diese Plätze sind programmatisch vielfältig besetzt und fördern das Nachbarschaftsleben.

ÖKONOMIE – Es wurde bewusst eine einfache Bauweise gewählt. Auf jegliche vor bzw. Rücksprünge wurde verzichtet. Die Wohnungen liegen alle übereinander wodurch große Unterzüge vermieden werden. Durch die in Lärmrichtung situierten Erschließungszonen ergeben sich keine zusätzlichen Maßnahmen gegen Lärm und Schallbelastung. Die Anzahl der Wohnungen pro Baukörper wurden so gewählt, dass immer nur ein Lift und ein Stiegenhaus pro Wohnblock vorhanden sind. Die in den obersten Geschossen situierten Terrassen mit den Grünzonen sind die einzige Raffinesse des Planers, tragen aber wesentlich zur Qualität des gesamten Areals bei. Für die Tiefgarage wurde bewusst eine kompakte Bauform gewählt, um Kosten zu reduzieren und die Größe flexibel anpassen zu können.

AUFSCHLIESSUNG, ERSCHLIESSUNG – Das gesamte Areal begeistert durch seine Auto-Freiheit und Radfahrer-Freundlichkeit. Die Hauptzugänge sind im Südosten und Norden des Areals eingeplant. Einzelne Stichwege verbinden die Quartiersplätze. Die Zufahrt zur Tiefgarage und die oberirdischen Parkplätze sind im Südosten situiert.

DIFFERENZIERTE GRÜNZONEN, QUARTIERSBILDUG – Die Kleingärten im Erdgeschoss sind Richtung Innenhof orientiert und ergeben mit dem großzügigen Quartiersplatz eine malerische Landschaft. Mehrere Spielplätze, halböffentliche Grünflächen und beruhigte Ruhezonen, laden zum Flanieren und verweilen für Groß und Klein ein.