Publikation
Kleine Zeitung | Zweifamilienwohnhaus S.
Vorstellung unseres Projekts in der Kleinen Zeitung
Am 6. März 2025 erschien in der Kleine Zeitung ein ausführlicher Beitrag über das Projekt „44 Meter für drei Generationen“ in Admont. Der Artikel stellt die architektonische Idee, das Wohnkonzept für mehrere Generationen sowie die nachhaltige Bauweise des Zweifamilienwohnhauses S. vor.
Wir freuen uns sehr über die mediale Aufmerksamkeit und die positive Resonanz auf dieses besondere Projekt.
Zum Artikel: Hier lesen
Zum Projekt: Zweifamilienwohnhaus S.
Hier der Bericht von „Kleine Zeitung“ zum Nachlesen:
Architekturpreis GerambRose
44 Meter Haus für drei Generationen in Admont
Ein für zwei Familien geplantes Wohnhaus im obersteirischen Admont nutzt bäuerlich-großfamiliäre Traditionen intelligent für die Gegenwart. Das Projekt wurde mit dem Architekturpreis GerambRose ausgezeichnet.
Ein Grundstück am Rand von Admont, total verwildert, aber in der richtigen Größe – für die Pläne einer Familie aus Linz ideal. Genauer: für ein Ehepaar im Ruhestand und deren Tochter, die es beruflich in den Bezirk Liezen geführt hatte. Die Idee: ein Haus für zwei Familien. Im speziellen Fall für zwei Generationen, die sich mittlerweile um eine dritte Generation erweitert haben.
Mit einer Architektin aus dem familiären Umfeld wurden erste Skizzen gemacht. Mit diesen wandte man sich schließlich an Kreiner Architektur in Gröbming. Ein Büro, das in der Region bestens vernetzt ist, wie der Blick ins Portfolio zeigt. Ein- und Mehrfamilienhäuser finden sich da neben Kindergärten, Schulen, Geschäftslokalen, Gewerbebauten und Seilbahnstationen.
Architekt Gerhard Kreiner erinnert sich an die äußerst erfreuliche Zusammenarbeit mit den Auftraggebern: „Das ist ja nicht immer so. Aber hier war der Dialog perfekt. Es musste niemand zu irgendetwas überredet werden.“ Weshalb das im Vorjahr mit dem Architekturpreis GerambRose ausgezeichnete Bauvorhaben wohl auch so gut gelungen sei.
Modern interpretierter Hof
Tatsächlich entstand hier im unmittelbaren Anschluss an gewachsene Ortsstrukturen ein Ensemble, das absolut frisch wirkt, sich aber perfekt einfügt: „Eine hofartige Anlage in einem Umfeld, das man als Park bezeichnen kann“, freut sich Kreiner über das Ergebnis der Kooperation. „Die Beziehung zur Umgebung ist uns immer ein Anliegen,“ betont der Planer die Philosophie seines Büros, aber natürlich gelinge das nicht immer so optimal.
Das Admonter Projekt besteht aus einem markanten, 44 (!) Meter langen einstöckigen Haupthaus und einem parallel gestellten ebenerdigen Wirtschafts- und Garagengebäude, die beide mit Eternit gedeckt sind. Dazu gesellen sich ein Gewächshaus und ein Hühnerstall. Typologisch also tatsächlich ein Hof, in diesem Fall vor dem imposanten Panorama der Haller Mauern.
Die Entscheidung für Holz als primäres Baumaterial „lag auf der Hand“, sagt Kreiner. Auch jene für die stilistische Orientierung des Ensembles: „Da nahmen wir die Formensprache der traditionellen Häuser der Nachbarschaft auf.“ Die für die Umsetzung der Pläne in gebaute Wirklichkeit notwendigen Professionisten fanden sich ebenfalls alle in der Nähe.
Viel Glas und Gras
Die innere Organisation des Hauptgebäudes ergab sich logisch aus dem Wunsch, getrennt und doch zusammenzuwohnen. Zwischen den beiden Wohnungen ermöglicht das ein offener Gemeinschaftsbereich. In Summe ergeben sich knapp 450 Quadratmeter Wohnfläche. Große Glasflächen sorgen für optimale Belichtung und die Anbindung der Räume zum begrünten, teilweise geschotterten Außenbereich: „Es sollte möglichst wenig versiegelt werden.“ Im Obergeschoss sind die Wohneinheiten über eine Brücke verbunden.
Im gesamten Haus beeindruckt die Großzügigkeit der Räume, die in engem Kontakt zum Außenbereich stehen. Viele Fenster sind durch ihre niedrigen Parapete auch Sitzbänke, von welchen man das Innen und das Außen gleichermaßen genießen kann. Vom Badezimmer aus hat man Blick auf den Hühnerstall, vom großen Gemeinschaftsraum auf den liebevoll gepflegten Bauerngarten.
„Wie bei vielen privaten Projekten musste auch hier das Verhältnis zwischen räumlicher Qualität, Kosten und Ausführungsstandards be- und verhandelt werden. Im konkreten Fall wurde auf die Schaffung der größtmöglichen räumlichen Lebensqualität fokussiert“, liest man im Protokoll der Jury, die die GerambRose an das Haus vergeben hat. Daraus ist aber nicht der Schluss zu ziehen, die Ausstattung könne mit den Räumen nicht mithalten. Die Möblierung hat nichts Auftrumpfendes, sie schafft aber im spürbar individuellen Mix ein sympathisches Ambiente, das man als sehr stimmig empfindet.
Eine Wärmepumpe und Photovoltaik (dezent auf den Dachschrägen des Wirtschaftsgebäudes montiert) sorgen für Unabhängigkeit in Sachen Energie.
Der Architekt
Gerhard Kreiner studierte an der Grazer TU Architektur, seit 2000 leitet er in Gröbming Kreiner Architektur. Der Tätigkeitsbereich des Büros mit derzeit einem guten Dutzend Mitarbeitern umfasst ein breites Spektrum an Projekten, das Wohnbau, Kindergärten, Schulen, Bauten für Tourismus und Gewerbe, Seilbahnstationen u. a. m. umfasst.

Foto: © KREINERarchitektur | Kleine Zeitung
