Wohnbau Admont

Städtebau

Der Entwurf sieht die Anordnung von insgesamt 14 Baukörpern auf dem Areal vor, die in sechs eigenständigen Bauabschnitten realisiert werden können. Die Baukörper sind als Drei- bzw. Vierspänner konzipiert und wechseln in ihrer Höhenentwicklung zwischen zwei und drei Geschossen, wodurch ein abwechslungsreiches und zugleich harmonisches Gesamtbild entsteht. Die Dächer sind als klassische Satteldächer ausgeführt. Nördlich, anschließend an die Liftstraße, wurden die erforderlichen 26 Stellplätze für die bestehende Rosi-Siedlung kompakt angeordnet und als eigene Parzelle herausgetrennt. Im nördlichen Bereich des Grundstücks befinden sich die Geschosswohnbauten mit Zufahrt über die Liftstraße. Im Süden sind die Maisonetten angeordnet, die über den Röthelsteinweg erschlossen werden. Diese bilden einen separaten Bauabschnitt und können bei Bedarf vorgezogen realisiert werden. Das Rückgrat des Areals bildet der sogenannte „Corso“, der als zentrale Erschließungsachse sämtliche Bauabschnitte und Quartiere verbindet. An der Schnittstelle zwischen Geschosswohnbauten und Maisonetten wird der Verkehrsfluss durch eine gezielte Versetzung der Fahrbahn und eine Änderung des Belags beruhigt und ausgebremst. Dadurch wird der Durchzugsverkehr über den Röthelsteinweg reduziert, ohne die interne Verbindung zu unterbrechen. Mittig am Grundstück zieht sich die „Grüne Lunge“ quer durch und holt die Grünflächen der Umgebung in das Quartier.

Architektonischer Gedanke

Jeder Bauabschnitt umfasst zwei Baukörper mit jeweils etwa 13 bis 20 Wohneinheiten. Die Anordnung der Gebäude und Carports schafft je Abschnitt eine gemeinsame, autofreie Mitte mit hoher Aufenthaltsqualität. Diese Bereiche dienen als Treffpunkte und fördern die nachbarschaftliche Kommunikation. Die Carports sind so konzipiert, dass an der Außenseite Stellplätze für Pkw untergebracht sind, während an der hofzugewandten Seite Abstellflächen für Fahrräder, Müllplätze und Kellerersatzräume integriert werden. Auf eine Unterkellerung der Gebäude kann dadurch verzichtet werden. Die Erschließung erfolgt hofseitig und stärkt somit die gemeinschaftliche Nutzung der Innenhöfe. Die eingeschossigen Carports werden größtenteils nicht dichterelevant ausgeführt. Die Maisonetten verfügen über vorgelagerte Carports sowie jeweils einen zugeordneten, nicht überdachten Stellplatz. Besucherstellplätze sind sowohl innerhalb des Grundstücks als auch auf einem gesonderten Parkierungsareal vorgesehen.

Freiraum

Das Freiraumkonzept verknüpft alle Bauabschnitte über einen zusammenhängenden Fuß- und Radweg, den sogenannten „Golden Circle“. Diese autofreie Verbindung führt durch sämtliche Quartiere und schafft über gezielte Sichtachsen räumliche und soziale Bezüge zwischen den einzelnen Höfen. Die Erdgeschosswohnungen verfügen über private Eigengärten mit südlicher, westlicher oder östlicher Ausrichtung. Durch die klare Zonierung und Orientierung der Freiräume entsteht ein ausgewogenes Verhältnis zwischen öffentlichen, halböffentlichen und privaten Außenbereichen, das die Qualität des Wohnumfelds wesentlich prägt.

Pläne und Text:
© KREINERarchitektur