Die erste Kinderkrippe im Liesingtal wurde Freitag Mittag offiziell in Mautern eröffnet. Gast war Familienministerin Juliane Bogner-Strauß.

Der Bedarf ist da, weil es wichtig ist, in Mautern eine Kinderbetreuung von null bis drei Jahre anzubieten. Wir haben das erhoben und dabei festgestellt, dass Eltern schon weggezogen sind, weil es keine Betreuung gab“, erklärte Bürgermeister Andreas Kühberger Freitag Mittag bei der Eröffnung der neuen Kinderkrippe. Als Anbau bei der Volksschule passt sich der Holzbau gut ins bauliche Gefüge ein. „Es war nicht so leicht, einen geeigneten Platz zu finden. Erst haben wir an den Dachboden n der Volksschule gedacht, dann einen größeren Umbau des Erdgeschoßes der Volksschule überlegt. Nichts hat aber wirklich überzeugt. Der Platz neben der Schule war aber letztlich der ideale“, erzählt Architekt Gerhard Kreiner. Und der Bau ist gelungen, mit viel unbehandeltem Fichtenholz, das nur eingelassen wurde, bodentiefe Fenster, einladende Nischen, die hell und dennoch geschützt eine heimelige Atmosphäre erzeugen. Toiletten wie im Zwergerlland, eine große helle Küche. 250 Quadratmeter als Kleinkinderparadies.

„Bei solchen Einrichtungen ist es ja nicht nur wichtig, dass die Kinder sich wohlfühlen, sondern auch die Eltern, die ihre Kinder hierher bringen“, waren sich alle Beteiligten gestern einig. Sieben Kinder sind derzeit in der vom Hilfswerk betriebenen Einrichtung. Betreut werden die Kleinen von Leiterin Stefanie Moisi und Esther Ostermann. Die Nachfrage sei groß, ist zu hören. Das bestätigt auch Familienministerin Juliane Bogner-Strauß, die auf den Nachholbedarf bei der Kleinkinderbetreuung hinweist. „In der Steiermark gibt es eine Bedarfsabdeckung von 19 Prozent, damit liegt man unter dem Bundesdurchschnitt von 28 Prozent. Deshalb ist es umso begrüßenswerter, wenn solche Krippen geschaffen werden. Es gibt vom Bund Mittel dafür. Mich freut es, wenn diese für einen Neubau verwendet werden und nicht nur für Verschönerung“, erklärte die Ministerin. Kinderkrippen würden der sozialen Interaktion dienen, sprich Kleinkinder, die oftmals Einzelkinder sind, setzen sich mit Gleichaltrigen auseinander. Auch für Eltern sei das eine Beruhigung, weil sie ihrer Arbeit nachgehen können und die Kinder betreut wissen. „Oft müssen beide Eltern arbeiten, damit die Familie ein gutes Leben führen kann“, sagte Bogner-Strauß.

Von Johanna Birnbaum | 17.50 Uhr, 23. März 2018 | Kleine Zeitung

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