Wettbewerb

Paddelbootshaus am Marburger Kai

Graz

ERLÄUTERUNGSBERICHT


WETTBEWERB PADDELBOOTSHAUS
Marburger Kai 40, 8010 Graz


MURRAUM BLEIBT MURRAUM
Durch die Neukonzeptionierung des Paddelbootshauses samt den erforderlichen Lagerräumlichkeiten und Erschließungswege wird der Bereich neugestaltet und der Grünraum neu definiert. Aus diesem Kontext heraus beruht dieses Konzept darauf, den Mur-Raum bestmöglich beizubehalten, den versiegelten Grünraum mittels Ersatzfläche wieder zu begrünen und das Gebäude an sich in der Erscheinung zurückzunehmen, sodass ein durchgängiger Grünraum und Wasserlauf auch von einem Betrachter von der gegenüberliegenden Mur-Seite erhalten bleibt.

ICH SEH VOR LAUTER BÄUMEN DAS PADDELBOOTSHAUS KAUM
Damit das Gebäude an sich auch tatsächlich in dessen Erscheinung im vorhanden Grünraum scheinbar verschwindet, wird die Fassade des Hauptgebäudes mit einer Spiegelfassade ausgeführt. So ist beim Anblick des Objektes stets das Wehen der Bäume und das Fließen der Mur erkennbar. Aufgesetzt wird der Baukörper auf einen Sockel mit einer vorgesetzten Holzverkleidung. Diese zieht sich auch über den gesamten Bereich des Bootslagers und auf die Innenseite der Plattform, dem Vorbereitungsbereich des Paddelbootvereines.

ES GRÜNT SO GRÜN
Als Ersatz der versiegelten Fläche durch das geplante Objekt wird der gesamte Bereich über dem Bootslager als intensivbegrüntes Dach angedacht. So durchschreitet man beim Betreten der Dachterrasse einen Grünen Wall voller Blumen und Gräser, welche sich im Spiel des Windes drehen und einen grünen Pufferraum zum Straßenraum schaffen.

LEBEN UND ERLEBEN
Das geplante Objekt ist mit zwei Stegen auf Straßenniveau mit dem Gehweg verbunden. Passante können entweder über einen Steg durch den begrünten Pufferbereich auf die Aussichtsterrasse spazieren, oder über eine Brücke über den darunterliegenden Vorplatzbereich schreiten und das Treiben im Zuge der Vorbereitung der Paddler betrachten. In derselben Linie gelangt über ein paar Stufen direkt neben dem bestehenden Pappelbaum abwärts zum Mur-Balkon, welcher die Fassade des Hauptgebäudes durchbricht und bis über das Wasserlevel hinausragt. So haben Passante die Chance, den Mur-Raum auf einer Zwischenebene direkt aus dem Dickicht des Grünraumes zu spüren, das bunte Treiben auf dem Wasser zu erleben und das Leben inmitten der Grünen Achse von Graz zu fühlen. Schreitet man die Rampe hinab, befindet sich eine Plattform mit Sitz- und Liegestufen, um direkt am Wasser zu verweilen und die Mur zu erleben.