Wettbewerb

Erweiterung
Impulszentrum

Niklasdorf

STÄDTEBAU
Der Entwurf des neuen Baukörpers reagiert auf die bereits bestehende Struktur der beiden Impulszentren im Norden und Süden sowie des Autohauses im Südosten. Form und Ausrichtung des Baues sind Anlehnungen an den Baukörper im Norden.

AUSSENANLAGEN
Die bestehenden Parkplätze im Westen werden erhalten und zusätzliche Stellplätze im Osten des Bauplatzes errichtet.
Weiters wird auf die bestehende Parkanlage im Norden des Baues eingegangen und optimierend weiterentwickelt. Eine abwechslungsreiche Wegeführung verleiht dem Platz mehr Aufenthaltsqualität.
Ebenfalls werden die überdachten Fahrradabstellplätze dort untergebracht, um einerseits nicht an zu prominenter Seite des Neubaus zu stehen, andererseits um den Zwischenraum mit der Parkanlage mehr zu frequentieren.

ENTWURF
Einer der wichtigsten Aspekte des Entwurfes war von Beginn an eine flexible Nutzung der Räumlichkeiten, damit eine einfache Erweiterung beziehungsweise Abtrennung der Flächen kostengünstig und schnell von statten gehen kann.
Der Grundriss orientiert sich auf einen Grundraster von 13m x 6,5m und ein im Süden dazu geschlossenes Erschließungsmodul im Raster von 13m x 3,2m.
Die Produktionshallen sind im Erdgeschoss Richtung Süden orientiert, um eine einfache Zufahrt sowie Be- und Entladung der Waren zu ermöglichen. Dabei wird auch der Vorplatz der Hallen von Parkplätzen freigehalten, damit ergibt sich eine problemlose Haltemöglichkeit der LKWs. Die Tore der Hallen werden dabei um 1,5m in eine Nische zurückgerückt, um einen überdachten Eingang zu schaffen.
Eine Produktionshalle liegt im Entwurf auf drei Feldern von 13m x 6,5m und kann dabei durch den freien Stützenraster beliebig genutzt und verändert werden.
Zum Beispiel kann die gesamte Fläche nur für die Produktion genutzt, das Lager je nach Bedarf abgetrennt, oder eine Meisterkoje eingerichtet werden. Zudem hat jede Halle eine zusätzliche (je nach Bedarf einsetzbare) Fläche im Zwischengeschoss angeordnet, die entweder von der Halle über eine kleine Treppe oder über das Erschließungsmodul zu erreichen ist. Schwere Waren können zudem mit dem Stapler oder dem Kran hinaufgehoben werden.

MEHRWERT DURCH ZUSÄTZLICHE QUADRATMETER
Die zusätzlichen Quadratmeter des Raumprogramms wurden dabei nicht zufällig oder wahllos geplant. Durch den erweiterten Raum im Zwischengeschoss kann im Erdgeschoss zusätzliche Produktionsfläche entstehen, bei der nicht die volle Raumhöhe benötigt wird. Dadurch entfällt eine eventuelle Erweiterung in die zweite Produktionshalle und sich verändernde Ansprüche an die Flächen werden besser abgefedert.
Im Zwischengeschoss sind zudem die gemeinsam genutzten Umkleiden, der Besprechungsraum und der Technikraum für den gesamten Bau untergebracht.
Die Büros im Obergeschoss sind ebenfalls dem Stützenraster angepasst und innerhalb dieses frei nach Bedarf veränderbar. Eine weitere Besonderheit ist die nach Süden orientierte großzügige Terrasse, welche sowohl für Mitarbeiter als auch für Kunden einen positiven Mehrwert bringt.
Das Erschließungsmodul im Süden des Baues wird großzügig mit einer zentralen Treppe ausgeführt. Somit können die Wege so kurz wie möglich gehalten werden. Durch eine bewusste Erschließung der Flächen ergibt sich eine optimierte Aufenthaltsqualität, welche durch breite Gänge, großzügige Glasflächen und einladende Sitzgelegenheiten unterstützt wird.

BELICHTUNG
Die Belichtung in der tiefen Produktionshalle wird über sehr hohe Fenster an der Südfassade geregelt.
Die Büros im Obergeschoss sind ebenfalls mit großzügigen Glasflächen Richtung Süden ausgeführt. Um eine Überhitzung zu vermeiden wird das Dach über die Terrasse geführt, wobei Einschnitte im Dach für einen lichtdurchfluteten Büroraum sorgen.
Die Gangflächen werden über großzügige Fensterbänder mit konstantem Nordlicht erhellt.